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9-Tage-Tour nach Ostdeutschland, Samstag, 7.6. bis Sonntag, 15.6.2014

 


 


Teilnehmer: Christian (nur bis Dienstag früh), Erich, Guido G., Guido L., Jürg, Philipp, Peter, Marko
Totale Distanz: 3‘183 km

 

Samstag: Chur – Bernried (Bayrischer Wald), 575 km


ZwischenstoppAbfahrt ab Rastplatz Heidiland mit leichter Verspätung (Jürg musste bei seinem BMW-Händler noch Öl nachfüllen).
Der Start erfolgte bei vorerst kühlen Wetter bis es am Nachmittag auf Temperaturen über 30 Grad ging und Mensch und Maschine ins schwitzen brachte.
Über Österreich ging es durch den Bayrischen Wald.

Abendessen in BernriedVon wenigen Ausnahmen abgesehen, nur schwaches bis mittleres Verkehrsaufkommen, so dass Jürg auf der doch recht langen Etappe ein zügiges Tempo vorlegen konnte.

Auf der deutschen Autobahn lüfteten wir alle die Brennräume unserer Töffs gut durch (teilweise bis 245 km (nach Tacho) inkl. Gepäcktaschen! Erich hatte wohl zu viel eingepackt, bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn hat er einen Teil unfreiwillig auf Nimmerwiedersehen entsorgt. Die Hitze setzte uns mächtig zu, so dass wir das kühle Bier und die bayrische Küche im Gasthaus Bernriederhof müde aber zufrieden genossen.

 

Sonntag: Bernried – Masserberg am Rennsteig (Thüringer Wald), 408 km


Erfrischungshalt zum GlaceAufstehen und Schwimmen im Indoorpool, Frühstücken, Packen und dann los.
Aber heute steckte der Wurm drin. Jürg’s Navi führte uns immer wieder zurück, so dass wir nach 40 Min erst ca. 6 km Luftlinie von Bernried entfernt waren (bei bereits hohen Temperaturen)!
Verschwitzt überfuhren wir die Grenze bei Fürth nach Tschechien, wo uns Jürg einige dutzend Kilometer über holprige, bandscheibenquälende Nebenstrassen führte. Peter wurde dabei so durchgerüttelt, dass er nach dem Tankstopp den Töff nicht mehr zum Laufen brachte was die anderen erst 3 km später bemerkten.
Abendessen in MasserbergEin sachkundiger Blick von Guido erkannte sofort das Problem. Roter Motorstopp-Schalter = ausgeschaltet! Dies kostete am Abend eine Extra-Runde. Auch heute hatten wir, entgegen der Erwartungen aufgrund des Pfingstwochenendes, nur mässiges Verkehrsaufkommen, so dass wir recht zügig vorwärts kamen.

Die letzte Teiletappe im Thüringer Wald via Münchberg und Kronach nach Masserberg war ein kurviges „Rauf und Runter“ mit schnellen Zwischenstücken. Zu unserem Glück auch hier wenig Verkehr und die Ortschaften im Vergleich zur Schweiz sind viel weiter auseinander.
Auch hier: wenig Verkehr und die Ortschaften im Vergleich zur Schweiz: viel weiter auseinander.
Das Hotel Rennsteig ist eine grosse Anlage (Kurort, ca. 870 m.ü.M.) in welcher wir bei Musik und ausgelassener Stimmung das feine Abendessen vom Buffet genossen haben.

 

Montag: Masserberg – Mühlhausen (Thüringen), 205 km

Kathedrale in ErfurtAnfangs waldig und kurvig, später über offenes Gelände nach Erfurt mit Stadtrundfahrt im Touristenbähnlein.
Jürg wollte zuvor nach Gotha, mit der Behauptung, dass diese Stadt eine sehr schöne Altstadt habe (gemeint hatte er wohl Goslar) was nicht mit den Erinnerungen von Marko zu vereinbaren war. Anschliessend die obligatorische Thüringer Bratwurst am Erfurter Dom. Nächster Zwischenstopp nahe der City von Mühlhausen, bei den Eltern von Marko, wo’s Kaffe und kühle Getränke gab.

Stadtführung in Mühlhausen mit Harald SchmidtHotelbezug in Mühlhausen, Stadtführung mit dem Stadtoriginal „Mönch Harald Schmidt“, der uns viel Interessantes aber auch Nachdenkliches und Hintergründiges (z.B. Problem der Abwanderung mangels Arbeitsplätzen) erzählen konnte.

Uriges Nachtessen in der im alten Stil hergerichteten Antonius-Mühle wo Guido und Marko feierlich zum Ritter geschlagen wurden und Peter von der „Haus Magd“ mit einem Erlösungskuss vom Schafott erlöst wurde.Ritter-Dinner in Mühlhausen

 

 

 

 

Dienstag: Rundtour „1000-Kurven-Tour“ im Harzgebirge, 239 km


Sehr schöne, kurvige Tour im Harzgebirge (bis 1200 m.ü.M).
Mittagsrast in der Pullman Western City Harz.
Der nahelegende Stausee bietet den ganz mutigen ein Flug am Seil bei 90 km/h und 160 m über den Stausee. Während ein Teil ganz den Aufstieg verweigerte, haben sich die halbwegs mutigen gegen den Flug entschieden, während Marko seine Höhenangst vorgeschoben hat fanden andere bessere aber unplausible Ausreden.

Am Abend, nach einem kurzen Regenguss und einer Reklamation, zu Händen von Jürg, eines Deutschen - wegen seiner lauten Aussprache, brachte uns ein Grossraumtaxi zügig an den Stadtrand von Mühlhausen.

Eine Führung durch das Klinikgelände endete wie geplant bei einem Grillabend mit Thüringer Spezialitäten und gutem Williams im Garten von Marko. Übernachtung nochmals im Brauhaus zum Löwen in Mühlhausen.

 

Mittwoch: Mühlhausen – Bad Frankenhausen (nördlich von Erfurt), 260 km


Regenhalt im Grenzlandmuseum EichsfeldBeim Start mussten wir einen wolkenverhangenen Himmel zur Kenntnis nehmen. Nach ca. 40 km, kurz vor Erreichen des Zwischenziels in Teistungen, droht uns der Wettergott mit Regen.
Also besuchen wir das Grenzlandmuseum, welches uns die Verhältnisse während des eisernen Vorhangs hautnah aufzeigt.

Danach Mittagessen im nahelegenden Würstel-Stand bis das Gewitter vorüberbeigezogen ist. Via Goslar (sehr schön restaurierte Innenstadt) erreichen wir bei angenehmen Reisetemperaturen Bad Frankenhausen mit dem schiefsten (Abweichung an der Spitze: 4,60m, zum Vergleich Schiefer Turm von Pisa: 3,90m) grossen Turm Europas.

Übernachtung im Hotel Thüringer Hof am Hauptplatz des schön restaurierten kleinen verschlafenden Städtchens. Marko machte hier wohl irgendwas etwas falsch, da die „nette“ Dame an der Rezeption ihm vorgeworfen hat aggressiv zu sein. Die wirklich nette, gutaussehende Bedienung im Restaurant sah das zum Glück wohl anders wenn man ihrem herzlichen Lächeln Glauben schenkte.

 

Donnerstag: Bad Frankenhausen – Pilsen, 453 km


Sachsenring TurmIm Töff-Unterstand des Hotels kippt Peter das Motorrad um, der hälftig abgebrochene Bremshebel konnte noch im Laufe des Vormittags bei einer Triumph-Werkstatt ersetzt werden.

Da drehen sie ihre Runden ...Auf Landstrassen mit wenig Verkehr via Gera zur Rennstrecke Sachsenring, wo wir einigen Runden eines offenen Trainings zuschauen konnten, fuhren wir - ab der tschechischen Grenze auf schlechten Nebenstrassen, via Karlsbad, von da auf einer zwar verkehrsreichen aber zügig fahrbaren Hauptstrasse die letzten 90 km nach Pilsen.

Unterkunft in einem Mittelklasshotel am Hauptplatz. Nachtessen mit echtem Pilsner Bier in einer In-Beiz einige Seitenstrassen nebenan.

 

Freitag: Pilsen – Passau, 185 km


Gruppenfoto beim Brunnen in PassauZügige Fahrt in hügeliger Strecke in Richtung Süden.
Kurz vor der Grenze noch ein Zwischenstopp für Jürg und Marko zum Einkauf von letzten Souvenirs und Zigaretten.
Danach zügig weiter auf hügeliger Strecke im Bayrischen Wald mit Mittagsstopp (Weisswurstl mit Brezen) im am idyllisch gelegenen Arbersee, 935 m.ü.M. Zeitige Ankunft in Passau, der Stadt, wo die drei Flüsse (Donau, Inn und Ilz) zusammenmünden.

PassauDas Hotel König liegt neben der Schiff-Anlegestelle, mit Hinterausgang direkt in die Altstadt. Nach dem obligaten Eiscreme-Coup: Spaziergang zum Abfahrtsplatz des Stadtrundfahrt-Busses. In den Quartieren neben den Flüssen sieht man überall Spuren des letzten Hochwassers (Mai/Juni 2013: 12.89 m primär durch eine Flutwelle des Inns). Nachtessen im grossen Biergarten bei der Fussgängerpassage mit anschliessendem Spaziergang den Flüssen entlang um die schön restaurierte Altstadt herum.

 

Samstag: Passau – Mayrhofen im Zillertal (Tirol), 388 km


Krimmler WasserfälleZügige Weiterfahrt Richtung Süden bis zum Attersee, wo starker Regen einsetzte, so dass wir die Regenanzüge überziehen mussten.
Bald besserte das Wetter bis auf gelegentliche schwache Schauer.

Via Bad Ischl - Bischofshofen – Dienten a. Hochkönig durch das Zillertal zum Gerlospass (1507 m.ü.M) mit dem grossen Wasserfall auf der gegenüberliegenden Talseite.
Von da war Mayrhofen nicht mehr weit.

Nachtessen und Übernachtung im Hotel Brücke Nach einer Runde Wurzen(-Schnaps) und Radler bei Tiroler Volksmusik (natürlich Life) endete der vorletzte Reisetag.

 

Sonntag: Mayrhofen – Chur, 470 km


KühtaiDer erste Halt auf dem Kühtai Pass (2017 m.ü.M.) in einem urchigen Gasthaus, wo unter Aufsicht von ausgestopften Kühen und anderem Getier, Hasen und Füchse einen Jass klopfen. Weiter ging‘s runter ins Ötztal und hinauf auf das Timmelsjoch (2474 m.ü.M, der höchste Punkt den wir auf dieser Tour zusammen gefahren sind). JassenDer dritte Fahrer, Peter, merkt nicht, dass die beiden Vorausfahrenden auf der Nordseite des Scheiteltunnels um Shoppen angehalten haben und fährt auf die andere Seite weiter.
Auch die nachkommenden Fahrer wissen nicht, wo die ersten beiden Motorräder geblieben sind. Und so folgen wir zwei Tourentöffs die einige Kurven weiter unten auf der Passstrasse am Runterfahren sind. Ein zügiger Fahrstil hat den beiden verschollenen bald den Blick auf die Ausreisser gewährt und durften die Gruppe wieder anführen.

Im Vinschgau, d.h. ab Meran, kämpften wir erstmals in dieser Woche richtig und länger gegen starken Verkehr.
In Sponding hat sich die Gruppe aufgeteilt: Die Gruppe „direkter Heimweg“ wählte den Weg via Ofenpass und Flüela, die andere Gruppe via Stilfser Joch (2785 m.ü.M) - Umbrail und Albula.

 

Ich nehme an, die anderen Teilnehmer dieser gelungenen Töfftour sind auch so müde angekommen wie ich und mussten dem plattgedrückenten Hintern einige Tage Erholung gewähren damit er wieder die ursprüngliche Form annehmen konnte.
Die Führungsarbeit wurde vor allem von Leithammel Jürg geleistet (Basis: M&R Roadbook), assistiert von Guido G. und Marko.

 

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(P.S. 22.06.2014)

 

 

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