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2-Tage-Tour an den Gardasee vom 06. & 07. September 2013

 


 

Die Strecke: Bild1_Verpflegungshalt_auf_dem_Passo_Vivione
Chur, Lenzerheide via Brienz, Albula, Bernina. Val di Poschiavo, Compocologno (Tankstelle). Tirano, Aprica, Edolo, Forno d’Allione, Vivione. Schilpario, Valle di Scalve, Dorfo, Breno, Croce Domini. Val di Caffaro, Storo, Val di Ledro, Riva di Garda, Nago.
Hotel Continental Bild2_Hotel-Image
Rovereto, Monte Bondone, Drò. Pso Durone, Tione di Trento, Val Rendena, Madonna di Campiglio, Val Meledrio, Dimaro, Pso Tonale, Ponte di Legno, Pezzo (am Pso. di Gavia). Ponte di Legno, Edolo, Aprica, Tirano, Compocologno (Tankstelle). Bernina, Julier, Bivio. Tiefenchastel, Thusis, Chur.
Total: 770 Km.


Die Teilnehmer:
Alois, Marc, Marko, Phil, Marcel, Guido L, Thomas, Reto, Jürg, Otti und Gina. Christian kann krankheitshalber nicht mitkommen.

 

Samstag 07. September 2013


Um 8 Uhr ist die Abfahrt vorgesehen. Um vorgängig noch einen Kaffee zu geniessen, befinden sich Marc und Marcel bereits um ca. 07.30 im Motel ein. Erst so kurz vor acht treffen dann die Kollegen ein. Wir warten noch bis 08.15 Uhr und Jürg ruft das letzte fehlende Mitglied noch an – er hat sich verschlafen, beeilt sich aber nun.

So starten wir etwas vor neun über die Lenzerheide.
Es fängt flüssig an, wir legen uns bereits gut in die Kurven. Das nächste Ziel ist der Albula.
Nach Filisur drängelt eine einzelne KTM dicht hinter mir. Ich mache Platz und lasse sie vor. Die Dornbirner KTM arbeitet sich den Albula hinauf und gleichzeitig in unserer 10er Gruppe nach vorne. Dies jedoch nur bis hinter Jürg. Dort ist Schluss, sie kommt nicht weiter, sie kann die 1600er BMW nicht überholen weil diese zu schnell oder zu breit oder beides ist.
Auf jeden Fall wird der Albula recht zügig, auf den seitlichen Reifenstellen bezwungen - und weiter geht nun die 11er Gruppe zum Bernina. Vor dem Hospiz, links, gibt es eine Kaffeepause im Restaurant mit Blick zum Diavolezza-Gletscher. Bild3_Verpflegungshalt_auf_dem_Passo_Vivione
Dort am Bernina lernen wir die Bettina kennen, denn sie ist die schnelle KTM Fahrerin, die gedrängelt hat. Sie ist recht sympathisch, besonders weil sie gut aussieht, gut und gerne Bike fährt und die Schweizer Pässe bevorzugt.
Wir haben nicht viel Zeit zum plaudern, Jürg übernimmt die Zeche und will weiter. Dank an den Spender und Organisator der Tour (eigentlich sollte die Einladung umgekehrt sein).

Das Val Poschiavo hinunter gibt es viel zu tun, wir müssen eine ganze Reihe Corvetten (und Stingray‘s) überholen. Nach dieser Arbeit schert Reto unverhofft nach rechts aus, hält am Strassenrand an und lässt Bettina ein Teil der Gruppe führen - bis zur Tankstelle in Campocologno – doch sie macht dies gut. Dort werden die Bikes noch mit günstigem einheimischem Most aufgefüllt.

Nun erfahren wir auch, wieso Reto angehalten hatte – ihm geriet eine Wespe in den Helm, die ihn sogar in die Nase stach. Das tönt gefährlich -, wir werden auf der Weiterfahrt ein Auge auf ihn halten.
Nun folgt der zügige Aprica. Auf der Strecke nach Edolo überholt uns plötzlich Reto vom hintersten Platz aus. Es ist doch nicht möglich, dass es ihm zu langsam ist, oder hat er nun eine Rennwespe im Helm? An der nächsten Tankstelle löst sich das Rätsel. Er hatte es wirklich pressant für ein sehr dringendes Bedürfnis. Dafür haben wir natürlich Verständnis.
Erleichtert folgt darauf der flüssige, schmale aber schöne Vivione. Glücklicherweise begegnet uns sehr wenig Gegenverkehr. Oben angekommen gibt es für uns Bevanda und Panini. In der Zwischenzeit kommen auch eine Menge Porsches an und nutzen jede mögliche Parkmöglichkeit am Strassenrand und in der Wiese.
Nach der Pause verabschiedet sich Bettina, sie möchte nur noch bis Breno mit uns fahren und dann heim – obwohl es ihr sicher weiterhin Spass gemacht hätte mit uns, doch sie hat keine eigene Zahnbürste dabei für eine zweitägige Tour.

Wir rollen also den Vivione hinunter und auf der Autobahn verabschiedet sie sich endgültig. In der ursprünglichen 10-er Formation nehmen wir den Croce Domini in Angriff. Jürg lernt hier sein Gefährt richtig kennen. Er erschreckt ab einem Traktor in einer Kurve in einem Tunnel, bremst und kreuzt ihn beinahe quer.
Oben, mit wieder normalem Puls gibt es einen Kaffeehalt. Wir beobachten, wie Enduros und ein Geländewagen, beladen mit einer riesigen Heuballe, in den staubigen Maniva fahren. Danach folgt für uns das Val di Caffaro und das Val di Ledro, eine interessante Strasseführung, z.T. tief unten in einer Schlucht, diese führt nach Riva di Garda.

Es ist sehr heiss und sie Strasse verstopft. Es braucht zwei Anläufe, bis wir in Nano das Hotel Continental, das etwas versteckt liegt, finden. Wir erhalten sogar Parkplätze in der Tiefgarage.
Das Hotel scheint sehr beliebt bei einer gewissen Generation zu sein, es hat viele ältere Paare und Gruppen hier und ein kleines Wellnessbad. Der Bademantel hängt im Zimmer bereit.

Das Abendessen ist recht grosszügig – und günstig, nur € 15.-. Die Menüs werden schnell bedient, oft auch mit Verwechslungen der Teller. Für Alois ist der Abend zeitweise nicht so angenehm, er wird bedrängt, den MCC-Jahresbeitrag für Silvia noch zu entrichten – Nach einer Nacht Bedenkzeit wird die Angelegenheit dann erledigt.

 

Sonntag 07. September 2013


Am anderen Tag – der Himmel ist bewölkt, und das Morgenessen wie erwartet grosszügig.

Danach, wieder auf dem Töff, findet Jürg ein Einstieg zum Bondone auf Anhieb. Ein super Pass, unzählige gut ausgebaute, enge Kurven. Das hätte Bettina sicher auch gefallen.
Bei der Talfahrt nehmen wir eine Menge sehr zügige, weitgezogene Kurven. Unten angekommen machen wir auf dem nächsten Dorfplatz, in Dro, eine 20 minütige Pause für die Raucher.
Weil der Bondone einen dermassen guten Eindruck hinterliess überlegen einige, diesen in der Zwischenzeit nochmals zu nehmen. Doch es geht nach vorne weiter Richtung Passo Durone. Es fängt an zu regnen. Die schwereren Tourenmaschinen hängen die Sportler etwas ab. So denke ich, es muss doch noch eine grosszügige Haftungsreserve auf dem Asphalt haben und überhole mein Vorfahrer (Marc). Doch dann – Puls von 80 auf 160. Fünf Meter vor Marc bricht mein Hinterrad um 50 cm aus, trotz vorsichtiger Fahrweise.
Ich bestätige dem Überholten seine sehr vorsichtige Fahrweise, verliere augenblicklich das Vertrauen in die Reserve und meine Reifen und passe mich unverzüglich an. Richtung Tonale wird es wieder trocken. Gerade rechtzeitig um die Motorendrehzahl wieder etwas zu erhöhen. Bei Reto bewegt sich das Instrument, das dieses visualisiert, wohl am heftigsten. Er kämpft sich von der letzten Stelle zackig empor und schiebt sich vor jedem seiner Kollegen. Dies jedoch nur bis zu Thomas. Wegen einer blöden Kurve und einer talwärts fahrenden Blechdose kommen sich die beiden ziemlich nahe.
Dank guten Bremsen und griffigem Belag – alles i.O.

Etwas später biegen wir zum Gavia ein und bei Pezzo links über die Holzbrücke zu einem gemütlichen Restaurant. Die Beiz ist zwar bereits voll – doch der Wirt führt uns ins primo piano in einen grande sala, da finden wir alle genügend Platz.
Es fängt leicht wieder an zu nieseln, das stört uns eigentlich nicht, denn wir geniessen die guten Gniocci oder Spaghetti.

Nach dem Essen regnet es bereits ziemlich heftig – das stört uns doch. Gina und Otti möchten den kürzeren Weg retour via Aprica nach Hause nehmen – alle anderen schliessen sich ihnen an.
In Rekordtempo streifen wir den Regenkombi über und ab geht‘s. Bei Ponte di Legno sollen jene Maschinen mit dem kleinsten Fass noch etwas Treibstoff nehmen, bevor dieses austrocknet. Dann geht’s weiter – nein Halt. Phil hat sich etwas spät entschlossen auch noch etwas von der Säule abzugreifen. Wir sind ja wasserdicht und warten gemütlich.

Am Aprica erwischt Alois die Abzweigung Richtung Statione nicht, weil er gerade am überholen ist. Wir warten nach der Kurve und Knitti hat nun unendlich Angst, dass er verloren gehen könnte. Trotzdem, nach kurzer Wartezeit fahren wir weiter und wollen ihn bei der Tankstelle in Compocologno wieder finden. Dies trifft dann auch so ein.
Es ist wieder trocken geworden, wir ziehen erleichtert den Regenschutz aus. Kurz vor dem Start fängt es jedoch schon erneut an zu regnen. Wir fahren trotzdem noch weiter bis es so wirklich nicht mehr geht. Bei Le Prese streifen wir uns den Regenschutz endgültig wieder über – nass und im strömenden kalten Regen.
Wir nehmen den Bernina, der uns oben noch mit dichtem Nebel entgegenstellt. Marc braucht die volle Konzentration, um die Spur zu halten (Rutscher inklusive).
Bei Punt Muragl wechselt Phil unter einer kleinen Tankstelle die durchnässten Hosen zwischen Haut und Regenschutz mit einem trockenen wärmenden Trainer. Danach fährt er wie ein Herrgöttchen durch den Regen.

In Bivio, im Rest. Guidon treffen wir alle Kollegen wieder bei einem Kaffee. Auf dieser Seite des Berges hat der Regen nachgelassen, so geht es auf teils noch nasser, teils angetrockneter Strasse weiter Richtung Thusis und Isabella Tunnel. Hier finden wir wieder Regen und einen langen Stau vor. Reto zeigt mir, wie man sich zwischen den Autos vorschlängelt.

Bei Tamins verabschieden wir Marc, aber auch Gina und Otti, diese haben noch einen langen Weg vor sich.
Glücklicherweise sind alle ohne Schaden wieder nach Haus gekommen.

Eine grosse Arbeit fängt nun daheim erst an. Die Handschuhe zum trocknen ausstopfen, das Regenkombi, das Gepäck und deren Überzieher reinigen und trocknen lassen. Den Töff pflegen wir nächste Woche.

(mleu)

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